Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
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Nenmerkungen.

ter des Farinats, aues der Familie Uberti, verheirathet⸗ dennoch aber verliebte er ſich auf einer Pilgerreiſe in Tou⸗ louſe in eine gewiſſe Mannetta, welche er von da an in allen ſeinen Gedichten feierte. Eben ſo war eine gewiſſe Selvaggia, aus der Familie Vergiolesi, der geliebte Ge⸗ genſtand, dem Cino da Pistoja ſeine Verſe widmete⸗ weshalb auch Pekrarcha ihn in einem Sonett auf ſeinen Tod il nostro amoroso Messer Cino nennt; den Petrarcha ſelbſt, als das Muſter eines treuen, doch nie erhoͤrten Liebhabers aufzufuͤhren, unterließ Boccaccio wol⸗ um nicht von einem damals noch Lebenden und ſeinem Freunde zu ſprechen.

S. 103 3. 6, als ich dieſe Arbeit auf⸗ bäumte. Ich habe dieſe von der Weberei im Original entlehnte Metapher beibehalten.

S. 106 8. 7, Erſte Novelle. Dieſe Novelle, welche als ein Meiſterſtuͤck der Eloquenz, allem, was uns von den eleganteſten Schriftſtellern des Alterthums uͤbrig geblieben iſt, gleich geſetzt worden iſt, gefiel dem bekann⸗ ten Leonhard Wretino ſo ſehr, daß er ſie mit der groͤßten Anmuth und Zierlichkeit ins Latein uͤberſetzte*) Nuch Francesco Accolti, ebenfalls aus Arezzo, er⸗ zohlte ſie in einem eigenen Capitolo in Terze Eime nach⸗ und Philipp Beroaldo uͤbertrug ſie in elegiſchem Sylbenmaße ins Latein. Alle dieſe drei Arbeiten fuͤhrt Manni in ſeiner Illustrazione istorica del Boccac- cio S. 247 2c. an. Mehrere italieniſche Dichter haben ſie als einen Stoff zu einem Trauerſpiele benutzt. Auch verſchiedene Dichter Frankreichs und Englands haben dieſen Stoff auf mancherlei Art verarbeitet, woruͤber Ginguené in ſeiner Hist. litter d'Italie III. 105 etc nachzuſe⸗ hen iſt. Unter den deutſchen Nachahmungen und Bearbei⸗ tungen dieſes Stoffes iſt die bekannteſte Buͤrgers Romanze Lenardo und Blandine.

S. 108 8. 13, Knoten⸗Rohrſtock, vielleicht

*) Wiederum ins Deutſche uͤberſetzt findet man ſie in. Jagemanns Magazin der Ital. Litter. 1 Th. S. 48 2c.