Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
Einzelbild herunterladen

X*v

S 3 3*8 v

S5

k⸗ n⸗ ti en Da eit da⸗ an⸗ ten sh⸗ nen der an⸗ ber ritt se- hne se- iche mit

gen

Anmerkungen.

Dame Vergiu. Wahrſcheinlich damals bekannte Lie⸗ der, die haͤufig geſungen wurden.

S. 93 3. 7, nach Art der Mailänder ꝛc. Ein kleiner Stich auf die Leckerhaftigkeit der Mailaänder. Das hier von Boccaccio gebrauchte Wort tosa ſtammt nach Menage's Meinung aus dem Lombarbiſchen her, und wäre das verkürzte lateiniſche intonsa, indem die jungen Mäb⸗ chen ihr Haar unverkuͤrzt, d. i. unverſchnitten getragen hatten. Noch jetzt werden an einigen Orten im Venezia⸗ niſchen die unverheiratheten jungen Madchen ſo genannt.

S. 94 8. 19, ſie haben keinen eigenen Ti⸗ tel. Schon in der Anmerkung zur Vorrede des Dekame⸗ ron(Th. 2. S. 169.) habe ich dieſe Stelle zum Beweiſe angefuͤhrt, daß Boccaccio ſeinem Dekameron keineswegs den Beinamen Prinz Galeotto ſelbſt gegeben habe. Da man hieruͤber nichts anders, als nur conjecturiren kann, ſo ſey auch mir eine Conjectur uͤber den Sinn die⸗ ſer Stelle erlaubt.

Ich glaube naͤmlich nicht, daß Boccaccio dieſen ſeinen Dekameron uno tenore, und mit dem feſten Vorſatze ge⸗ ſchrieben habe, ihn als eine eigene Sammlung von gerade hundert Novellen erſcheinen zu laſſen, ſondern daß er viel⸗ leicht zur Ergötzlichkeit der bekannten uͤppigen Königin Jo⸗ hanne von Neapel erſt einige Novellen hinwarf, und, nach⸗ dem er eine Novelle zur andern hinzugefuͤgt, endlich eine ziemliche Anzahl von Novellen zuſammen hatte, dann erſt auf den Gedanken kam, ihre Zahl auf hundert zu ſteigern, das Ganze in zehn Bücher, oder wie er es nannte, zehn Tage einzutheilen, und ihm den, nach damaliger Sitte, gräziſirenden Litel Dekameron zu geben. Vielleicht waren dieſe Novellen ſelbſt damals noch nicht unter dem Titel Dekameron erſchienen. Denn daß Boccaccio an dieſem Werke lange und in großen Zwiſchenräumen gearbeitet hat, ſagt er ſelbſt am Schluſſe deſſelben, mit dieſen Worten: Obgleich eine lange Zeit verſtrichen iſt, ſeitdem als ich zu ſchreiben anfing, bis jetzt, wo ich an das Ende meiner Arbeit gelangt bin, ſo habe ich doch dabei nie aus den