ſt nt 16 de
b⸗
5
*
e⸗ he as
en h,
6
*
nd te,
on
Siebente Novelle. 185 nicht lange daruͤber zu ſprechen fortgefahren, als er ſich im ganzen Geſichte zu veraͤndern anfing, und nach dieſer Veraͤnderung dauerte es nicht lange, ſo verlor er das Geſicht und die Sprache, und kurz darauf war er todt.
Sobald Simona dies bemerkte, fing ſie an zu weinen und zu ſchreien und rief ſogleich Stramba und Lagina, dieſe liefen ſchnell hinzu und ſahen, daß Pasquino nicht allein todt, ſondern ſchon geſchwol⸗ len, und auf dem Geſichte und am Koͤrper voll ſchwarzer Flecken geworden war. Da rief Stramba ſogleich: Schaͤndliches Weib, Du haſt ihn vergif⸗ tet! und da der Laͤrm immer groͤßer ward, hoͤrten ihn Viele, die in der Naͤhe des Gartens wohnten. Dieſe kamen bei dem Laͤrm ſogleich hinzugelaufen, und da ſie den Todten ganz geſchwollen fanden und Stramba klagen und Simona daruͤber anklagen hoͤr⸗ ten, daß ſie ihn hinterliſtig vergiftet haͤtte, ſie aber aus Schmerz uͤber den ploͤtzlichen Zufall, der ſie ihres Geliebten beraubt hatte, beinahe außer ſich war und ſich gar nicht vertheidigen konnte, ſo glaub⸗ ten Alle, daß die Sache ſich wirklich ſo verhielte, wie Stramba ſagte.
Deshalb ward ſie, ſo ſehr ſie auch immerfort weinte, feſtgenommen und nach dem Palaſte des Richters gefuͤhrt. Hier beſtanden Stramba, Attir⸗ ciato und Malagevole, Pasquino's Begleiter, welche dazu gekommen waren, darauf, daß ein Richter, ohne die Sache laͤnger noch in die Länge zu ziehen, die That ſogleich unterſuchen ſollte; und da dieſer


