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Siebente Novelle.
oͤffentlichem Anſehen, auf den Schultern der vor⸗ nehmſten Buͤrger mit den groͤßten Ehrenbezeigungen zu Grabe getragen.
Nach einigen Tagen fing der Richter wieder von dem an, was er gebeten hatte und Meſſer Negro ſprach mit ſeiner Jochter; ſie wollte aber von nichts hoͤren; vielmehr und darin wollte ihr der Vater auch gern gefaͤllig ſeyn, ward ſie und ihre Waͤrte⸗ rin in einem durch ſeine Heiligkeit beruͤhmten Klo⸗ ſter Nonne und lebten in demſelben noch lange Zeit darauf ſehr anſtaͤndig.
Siebente Novelle.
Simona liebt Pasquino. Sie ſind zuſammen in einem Garten; Pasquino reibt ſich die Zähne mit einem Sal⸗ beiblatte und ſtirbt daran. Simona wird feſtgenommen⸗ und da ſie dem Richter zeigen will, wie Pasquin ge⸗ ſtorben iſt, reibt ſie ſich ebenfalls mit einem ſolchen Blatte die Zaͤhne und ſtirbt auf eine aͤhnliche Art.
Pamphilus war mit ſeiner Novelle fertig, als der Koͤnig, kein Mitleiden mit Andreuola beweiſend, Emilien anſah und ihr ein Zeichen gab, daß es ihm angenehm waͤre, wenn ſie zu denen, welche ſchon er⸗ zahlt haͤtten, im Reden fortfuͤhre. Sie fing auch, ohne eine Zoͤgerung zu machen, an:
Liebe Geſpielen, die von Pamphilus erzaͤhlte Novelle veranlaßt mich, eine zu erzaͤhlen, die der ſeinigen in nichts anderem aͤhnlich iſt, als darin, daß, ſo wie Andreuola im Garten ihren Geliebten verlor, ſo auch die, von der ich ſprechen will; ſie ward eben ſo feſtgenommen, als es Andrexola ward,


