Vierter Tag⸗ hob mit Thraͤnen ſeine Tochter zärtlich in die Hoͤhe und ſagte:
Meine Tochter, viel lieber waͤre es mir aller⸗ dings geweſen, Du haͤtteſt einen ſolchen Mann ge⸗ habt, wie er ſich nach meinem Dafuͤrhalten fuͤr Dich geſchickt, oder haͤtteſt Du einen genommen, ſo wie er Dir gefiel, dann wuͤrde er auch mir gefallen ha⸗ ben; aber daß Du ihn mir verborgen gehalten, das macht mir Deines wenigen Vertrauens wegen vielen Kummer, und zwar um ſo mehr, da ich ſehe, daß Du ihn eher verloren haſt, als ich darum gewußt habe. Doch, da es nun ein Mal ſo iſt, ſo will ich das, was ich, um Dich zufrieden zu ſtellen, bei ſei⸗ nem Leben gern gethan haben wuͤrde, naͤmlich ihn wie meinen Schwiegerſohn zu ehren, jetzt bei ſeinem Jode thun. Hierauf wandte er ſich zu ſeinen Kin⸗ dern und uͤbrigen Verwandten mit dem Auftrage, Gabriotto'n eine große und ehrenvolle Todtenfeier zu veranſtalten.
Unterdeſſen waren die Anverwandten und auch die Anverwandten des jungen Mannes zuſammenge⸗ laufen, ſobald ſie die Nachricht erfahren hatten und beinahe alle Frauen und Maͤnner, ſo viel deren nur in der Stadt waren. Nachdem daher der Koͤrper mitten auf dem Hofe auf Andreuola's Tuch mit al⸗ len Roſen hingelegt worden war, ſo ward er nicht allein von ihr und den Anverwandten, ſondern oͤf⸗ fentlich faſt von allen Frauen in der Stadt und auch von vielen Maͤnnern beweint und nicht wie ei⸗ ner vom gemeinen Volke, ſondern wie ein Herr mit
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