Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
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178 Vierter Tag.

von dieſem Leichnam fortzunehmen, wenn er nicht von mir angeklagt ſeyn will.

Sie ging daher, ohne von irgend einem ange⸗ ruͤhrt zu werden, mit dem unverſehrten Koͤrper Ga⸗ briotto's nach dem Gerichtshauſe. Sobald der Rich⸗ ter hiervon hoͤrte, ſtand er auf und unterrichtete ſich, da er mit ihr allein im Zimmer war, von dem, was vorgefallen waͤre, und da er von ſichern Aerzten hatte unterſuchen laſſen, ob der arme Menſch durch Gift oder auf eine andere Art umgekommen waͤre, ſo ver⸗ ſicherten Alle: Nein! ſondern es wäre ihm viel⸗ mehr eine Ader am Herzen zerriſſen, die ihn erſtickt haͤtte.

Da er dies hoͤrte und einſah, wie wenig ſtraf⸗ bar ſie nur waͤre, ſo bemuͤhte er ſich, ihr zu zeigen, daß er ihr ſchenken wolle, was er ihr nicht verkau⸗ fen koͤnnte und ſagte: Wenn ſie ſich ſeinen Wuͤn⸗ ſchen ergeben wollte, wuͤrde er ſie frei laſſen. In⸗ deſſen, da dieſe Worte nichts vermochten, wollte er gegen alle Schicklichkeit Gewalt gebrauchen⸗

Andreuola aber, von Unwillen entflammt und ſtark geworden, vertheidigte ſich mannlich und wies ihn mit ſchimpflichen und ſtolzen Worten zuruͤck.

Sobald indeſſen der helle Tag gekommen und alles an Meſſer Negro erzaͤhlt worden war, war er bis zum Tode betruͤbt und eilte mit mehreren ſeiner Freunde nach dem Gerichtshofe; nachdem er hier vom Richter uͤber alles war unterrichtet worden, bat er mit Thraͤnen, daß ihm die Fochter zuruͤckgege⸗ ben werden moͤchte.