Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
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Achte Novelle. 51 des ewigen Lebens, von den heiligen Werken vieler verſtorbenen Männer und Frauen, auf eine ſehr be⸗ ſcheidene Weiſe, ſo daß der Frau der Wunſch auf⸗ ſtieg, bei ihm zu beichten, ſie deshalb ſich von Ferondo die Erlaubniß dazu erbat, und ſie auch erhielt. Als ſie daher zum groͤßten Vergnuͤgen des Abtes zur Beichte zu ihm gekommen war, und ſich ihm zu Fuͤ⸗ ßen niedergeſetzt hatte, fing ſie, ehe ſie auf etwas Anderes zu ſprechen kam, an: Herr, wenn Gott mir einen Mann gegeben, oder lieber gar keinen gegeben haͤtte, ſo wurde es mir vielleicht mit Euern Lehren leicht geworden ſeyn, den Weg zu betreten, der, wie Ihr ſo eben gelehrt habt, zum ewigen Leben fuͤhrt. Aber wenn ich bedenke, wer Ferondo, und wie groß ſeine Dummheit iſt, ſo kann ich mich wohl Wittwe nennen, und bin dennoch verheirathet, in ſo fern ich, ſo lange er lebt, keinen anderen Mann bekommen kann; und er, ſo ein Gimpel er auch iſt, iſt, ohne allen Grund ſo grenzenlos eiferſuͤchtig auf mich, daß ich mit ihm nicht anders als in Kummer und Noth leben kann. Ehe ich daher zu einer anderen Beichte komme, bitte ich Euch ſo demuͤthig, wie ich nur kann, laßt es Euch gefallen, mir hieruͤber einigen Rath zu ertheilen, weil, wenn hierbei nicht der Grund zu meinem guten Handeln anfaͤngt, mein Beichten, oder alles Andere mir nur ſehr wenig wird nuͤtzen koͤnnen.

Dieſe Reden ruͤhrten das Herz des Abtes mit großer Freude, und es ſchien ihm, als haͤtte das Gluͤck ihm den Weg zu ſeinem eifrigſten Wunſche