m ſe
U⸗
n, ie
r n⸗ e⸗ en
Achte Novelle.
me benahm ſich, ohne ſich mehr zu beunruhigen, ſo
fein, daß ſie lange noch ſich ihrer Liebe erfreuten. Gott laſſe uns der unſrigen uns auch erfreuen!
Achte Novelle.
Ferondo wird, da er ein gewiſſes Pulver verzehrt hat⸗ fuͤr todt begraben; der Abt, der ſich mit ſeiner Frau ergötzt, zieht ihn aus dem Grabe wieder hervor, läßt ihn aber ins Gefängniß ſetzen, und macht ihm weiß, er wäre im Fegefeuer; dann wieder auferweckt, zieht er den Sohn, den der Abt mit ſeiner Frau erzeugt hat, als den ſeinigen auf.
Sobald das Ende von Emiliens langer Novelle gekommen war, welche zwar eben ihrer Laͤnge wegen Keinem mißfallen hatte, ſondern von Allen die Mei⸗ nung gehegt worden war, daß ſie, hinſichts der Menge und Mannichfaltigkeit der darin aufgefuͤhr⸗ ten Begebenheiten, ſehr kurz erzählt worden wäre, gab die Koͤnigin Lauretten durch einen Wink ihren Wunſch zu verſtehen, und veranlaßte dieſelbe, alſo anzufangen:
Liebe Freundinnen, es ſtellt ſich mir Euch zu erzaͤhlen, eine Wahrheit vor, welche weit mehr das Anſehen einer Luͤge, als deſſen hat, was ſie wirklich iſt, und dieſe führt mir ins Gedaͤchtniß zu⸗ rck, gehoͤrt zu haben, daß einer fuͤr einen anderen betrauert und begraben worden ſey. Ich will daher erzaͤhlen, wie ein Lebender fuͤr todt begraben, wieder dann ſelbſt ſich fuͤr einen Auferſtandenen, und nicht für einen Lebendigen hielt, und auch viele Andere
Voccaccio's ſämmtl. W. Z. 4


