48 Dritter Tag.
nes Tages gingen Soldaten aus Lunigiana vor dem Hauſe vorbei, vor welchem Tedaldo ſtand; da dieſe ihn ſahen, gingen ſie auf ihn zu und ſagten zu ihm: Gott gruͤße Dich, Faziolo.
Hierauf gab Tedaldo in Gegenwart ſeiner Bruͤ⸗ der ihnen zur Antwort: Ihr verwechſelt mich.
Jene, da ſie ihn reden hoͤrten, ſchaͤmten ſich und ſagten, indem ſie ihn um Verzeihung baten: In Wahrheit, Ihr ſehet einem unſerer Gefaͤhrten, er heißt Faziolo von Pontremuoli, ſo ähnlich, wie wir nur je geſehen haben, daß ein Menſch einem andern ähnlich ſieht; er kam, es moͤgen etwa vier⸗ zehn Tage her ſeyn, hierher, aber wir haben nim⸗ mermehr wieder erfahren koͤnnen, was aus ihm ge⸗ worden iſt. Es iſt wahr, wir haben uns uber den Anzug gewundert, denn er war, ſo wie wir es ſind, Soldat.
Sobald der aͤlteſte Bruder Tedaldo's dies hoͤrte, ging er ſogleich auf ſie zu, und fragte ſie, wie jener Faziolo gekleidet geweſen waͤre.
Dieſe ſagten es, und es fand ſich, daß Jener es gerade ſo geweſen war, wie dieſe es ſagtens wo⸗ her man denn an dieſen und noch einigen anderen Kennzeichen ſogleich erkannte, daß derjenige, welcher erſchlagen worden war, Faziolo, aber nicht Tedaldo geweſen waͤre. Auf dieſe Art war aller Argwohn uͤber ihn bei den Bruͤdern und allen Andern ver⸗ ſchwunden.
Tedaldo aber, der als ein ſehr reicher Mann zuruck⸗ gekehrt war, danerte in ſeiner Liebe aus, und die Da⸗


