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Siebente Novelle. 37
auf, umarmte ihn ſo, wie es die Andern gethan hat⸗ ten, und bewies ihm ihre Freude. Dieſe Liberalitat Aldobrandino's gefiel den Bruͤdern Tedaldo's ganz außerordentlich, ſo wie auch allen den Maͤnnern und Frauen, welche gegenwaͤrtig waren; und aller heim⸗ liche Groll, der in einigen Herzen uͤber geſprochene Worte entſtanden war, verſchwand auch hierdurch.
Da nun ein Zeder ſich uͤber Tedaldo gefreut hatte, riß er ſelbſt den Bruͤdern die ſchwarzen, und die braunen Kleider den Schweſtern und uͤbrigen An⸗ verwandten ab, und beſtand darauf, daß ſie ſich an⸗ dere Kleider bringen ließen. Sobald dieſe angekom⸗ men, war des Singens und Tanzens und anderer Ergoͤtzlichkeiten in Fuͤlle, wodurch denn das Gaſt⸗ mahl, was einen ſehr ſchweigenden Anfang genom⸗ men hatte, ein wohltoͤnendes Ende bekam.
In der groͤßten Freude gingen nun alle, ſo wie ſie waren, nach Tedaldo's Wohnung, und aßen da⸗ ſelbſt zu Abend; da ſie dieſe Lebensart auch nachher noch mehrere Tage beibehielten, ſo lebten ſie in fort⸗ geſetzten Feſten. Die Florentiner indeſſen ſahen Te⸗ daldo'n noch mehvere Tage lang als einen vom Tode erſtandenen Menſchen, und als eine große Merkwuͤr⸗ digkeit an, und Vielen, ſelbſt den Bruͤdern, blieb immer noch ein ſchwacher Zweifel ubrig, ob er es wirklich waͤre, oder nicht, und wuͤrden ſie es auch noch lange Zeit nicht geglaubt haben, wenn ſich nicht ein Zufall ereignet haͤtte, der ſie voͤllig daruber in's Klare ſetzte, wer wol der Erſchla⸗ gene geweſen ſeyn moͤchte; und dieſer war. Ei⸗


