Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
Einzelbild herunterladen

Dritter Tag. Einziger es wirklich zu glauben wagte, daß er es ſelbſt waͤre.

Als Tedaldo dies ſah, erzählte er ihnen rieles von ihrer Verwandtſchaft, was unter ihnen vorgefal⸗ len waͤre, und ſeine eigenen Schickſale; da liefen denn endlich die Bruͤder, und auch alle die anderen Maͤnner hinzu, um, mit Thraͤnen der Freude in den Augen, ihn zu umarmen; und eben das thaten auch die Frauen, ſowol Anverwandte als auch nicht An⸗ verwandte, nur Monna Ermelina nicht.

Als Aldobrandino dies ſah, ſagte er: Was iſt das, Ermeline, Du willſt Tedaldo nicht ſo frohlich empfangen, wie die anderen Frauen?

Hierauf antwortete die Frau ſo, daß Alle es hoͤrten: Es iſt wol Keine hier, die ihn lieber froͤh⸗ licher empfangen haͤtte, als ich es thun moͤchte, da ich ihm mehr als jede Andere verpflichtet bin, wenn ich bedenke, daß ich Dich nur durch ſeine Huͤlfe wie⸗ der habe; allein die unanſtaͤndigen Worte, welche an dem Tage geſprochen wurden, an welchem wir denjenigen beweinten, den wir fuͤr Tedaldo hielten, machen, daß ich zoͤgere.

Hierauf ſagte Aldobrandino; Geh, geh, meinſt Du, daß ich Klaffern Glauben beimeſſe? Er, der mein Wohl ſo vefoͤrdert hat, hat hinlaͤnglich bewie⸗ ſen, daß das Gerede falſch geweſen iſt; ohne das freilich wuͤrde ich es wol nie geglaubt haben. Hur⸗ tig! ſteh auf, geh, umarme ihn!“

Die Frau, die nichts anders wuͤnſchte, war nicht traͤge, ihrem Manne zu gehorchen. Daher ſtand ſie

—

—

₰— e c—