Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
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Siebente Novelle.

nen freundlichen und vergnuͤgten Frieden, indem ei⸗ ner dem andern die hoͤchſte Luſt zugeſtand.

Sobald der Tag herannähete, ſtand Tedaldo auf, und da er der Frau ſchon geſagt hatte, was er thun wollte, bat er ſie von neuem, Alles geheim zu halten; dann ging er, immer noch in ſeiner Pil⸗ gerkleidung, aus dem Hauſe der Frau fort, um ſich, wenn es Zeit ſeyn wuͤrde, den Angelegenheiten Al⸗ dobrandino's noch weiter zu widmen.

Die Regierung ließ, da ſie glaubte, von allem hinlaͤnglich informirt zu ſeyn, ſobald es Tag gewor⸗ den, Aldobrandino frei, und in einigen Tagen dar⸗ auf den Miſſethaͤtern den Kopf auf eben derſelben Stelle, wo ſie die That begangen hatten, abſchla⸗ gen.

Da nun Aldobrandino zu ſeiner, ſeiner Frauen und aller ſeiner Freunde und Verwandten großen Freude frei war, und offenbar einſah, daß es durch Vermittelung des Pilgers geſchehen waͤre, ſo fuͤhr⸗ ten ſie ihn in ihr Haus, fuͤr ſo lange, als es ihm in der Stadt zu bleiben gefiele, und konnten nicht aufhoͤren, ihm alle nur moͤgliche Ehre anzuthun und Vergnuͤgungen zu machen; beſonders aber die Frau, da ſie wußte, wem dies alles geſchah.

Nach einigen Tagen inzwiſchen ſchien es ihm Zeit, ſeine Bruͤder wieder mit Aldobrandino zu ver⸗ einigen, welche, wie er merkte, daß ſie nicht allein wegen ſeiner Entweichung beſchimpft waͤren, ſondern auch aus Furcht immer bewaffnet gingen; er erin⸗ nerte alſo Aldobrandino an ſein Verſprechen; wor⸗