Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
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Dritter Tag.

Sorgfalt aufbewahrt, und den ihm die Frau in der letzten Nacht, als ſie bei einander geweſen waren, geſchenkt hatte, und ſagte, indem er ihr denſelben zeigte: Madame, kennen Sie dieſen?

Als die Frau dieſen erblickte, erkannte Sie ihn ſogleich, und ſagte: Herr, ja, ich ſchenkte ihn einſt⸗ mals Tedaldo.

Da ſtand der Pilger auf, warf ſchnell den Pil⸗ gerrock und die Kapuze von ſich, und ſprach ganz florentiniſch: Und kennen Sie mich denn noch?

Sobald die Frau ihn anſah, und erkannte, daß es Tedaldo waͤre, war ſie ganz beſtuͤrzt, und er⸗ ſchrak ſo uͤber ihn, wie man uͤber Verſtorbene er⸗ ſchrecken wuͤrde, wenn man ſie lebendig herumgehen ſahe, und ging ihm, nicht wie Tedaldo'n, der aus Cypern kam, entgegen, ihn zu empfangen, ſondern wollte voller Furcht vor ihm fliehen, wie vor Te⸗ daldo, der aus dem Grabe zuruͤckkehrte.

Hierauf ſagte Tedaldo: Zweifeln Sie nicht, Madame, ich bin Ihr Tedaldo, ich lebe, bin ge⸗ ſund, und bin niemals geſtorben, noch umgebracht, was Sie und meine Bruͤder auch glauben moͤgen.

Die Frau, etwas beruhigt, doch aber vor ſei⸗ nen Reden erſchrocken, ſah ihn von neuem wieder an, und uͤberzeugte ſich um ſo mehr, daß es Te⸗ daldo gewiß waͤre; dann warf ſie ſich mit Thraͤnen

ihm an den Hals, und kuͤßte ihn unter dieſen Wor⸗

ten: Mein ſuͤßer Tedaldo, herzlich willkommen.⸗ Tedaldo kuͤßte und umarmte ſie wieder, dann aber ſagte er: Madame, jetzt iſt es nicht Zeit zu