Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
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Siebente Novelle. 37

Darauf ſagte die Frau: Bedenkt, was Ihr ſprecht; ich habe ihn todt vor meiner Thoͤre liegen ſehen, er hatte mehrere Meſſerſtiche, und ich habe ihn in dieſen Armen gehalten, waͤhrend ich ſein er⸗ blaßtes Geſicht mit vielen Thraͤnen benetzte, und eben dieſe Thränen waren vielleicht die urſache, daß ſo viel, und nicht ganz anſtaͤndig daruͤber geſprochen ward.

Da ſagte der Pilger: Madame, was Sie auch daruͤber ſagen moͤgen, ſo verſichere ich Sie, Te⸗ daldo iſt am Leben; und wenn Sie das verſprechen wollen, um es auch zu halten, ſo hoffe ich, daß Sie ihn bald ſehen werden.

Die Frau antwortete hierauf: Das thue ich, und werde es gern thun, denn es koͤnnte nichts ge⸗ ſchehen, was mir eine aͤhnliche Freude machte, als wenn ich meinen Mann, ohne Schaden frei, und Tedaldo lebendig ſäͤhe.

Nun ſchien es Tedaldo Zeit, ſich zu entdecken, und die Frau durch eine gewiſſere Hoffnung uͤber ihren Mann zu troͤſten; er ſagte daher: Madame, um Sie uͤber ihren Mann zu beruhigen, muß ich Ihnen ein Geheimniß entdecken, was Sie aber bei ſich behalten muͤſſen, und Ihr ganzes Leben hindurch nicht bekannt machen duͤrfen.

Sie waren in einem ſehr entlegenen Zimmer, und ganz allein, und die Frau hatte auch uͤberdies noch das groͤßte Zutrauen zu der Heiligkeit gefaßt, welche ihr der Pilger zu haben ſchien, deshalb zog Tedaldo einen Ring hervor, den er mit der groͤßten