Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
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Dritter Tag.

was Sie verſprechen, und noch um ſo mehr thun muͤſſen, folgendes: Traͤgt es ſich jemals zu, daß Tedaldo von ſeiner langen Verbannung hieher zuruͤck⸗ kehrt, ſo geben Sie ihm Ihre Gunſt, Ihre Liebe, Ihre Gewogenheit, Ihre Vertraulichkeit wieder zu⸗ ruͤck, und ſetzen Sie ihn wieder in den Stand, in welchem er vorher bei Ihnen ſtand, ehe Sie thoͤrich⸗ ter Weiſe dem Narren von Frater glaubten.

Der Pilger hatte ſeine Worte geendet, als die Frau, welche ſie aufmerkſam auffaßte, weil ihr ſeine Gruͤnde vollkommen wahr ſchienen, und ſie glaubte, ſie wurde dieſer Sunde wegen, da ſie es ſo von ihm horte, gequält, zu ihm ſagte: Freund Gottes, ich erkenne alles, was Ihr geſprochen habt, fuͤr wahr, und größtentheils erkenne ich auch durch Euern Be⸗ weis, was die Fratres, die ich bis jetzt alle fuͤr hei⸗ lig gehalten habe, ſind, und ſehe ohne den minde⸗ ſten Zweifel ein, daß mein Verſehen, was ich gegen Fedaldo begangen habe, groß geweſen iſt, und daß ich es, wenn ich es nur koͤnnte, gern auf die Art wieder gut machen moͤchte, wie Ihr geſagt habt. Aber wie kann das geſchehen? Tedaldo kann hieher nimmermehr wieder zuruckkehren, denn er iſt todt; und darum ſehe ich nicht ein, warum es nothig waͤre, Euch das zu verſprechen, was durchaus nicht geſchehen kann.

Pierauf antwortete der Pilger: Madame, Te⸗ daldo iſt, nach dem, was mich Gott davon ſehen läßt, nicht todt, ſondern er lebt, iſt geſund und in ganz guten umſtaͤnden, wenn er nur Ihre Gunſt be⸗

ſaͤße.