Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
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junger

Siebente Rovelle.

Mann? war er nicht unter allen ſeinen Mitbuͤrgern ſchön? war er nicht tuͤchtig in allem, was einem jungen Manne zukommt? nicht geliebt? nicht geachtet? nicht von einem Jeden gern geſehen? und Sie werden doch dazu nicht Nein ſagen? Wie koͤnnten Sie alſo um eines thoͤrichten, gefuͤhl⸗ loſen und neidiſchen Fraters willen, einen ſo grau⸗ ſamen Entſchluß gegen ihn faſſen? Ich weiß nicht, was das fuͤr ein Irrthum der Frauen iſt, daß ſie die Maͤnner verachten und ſie ſo wenig ſchaͤtzen, da ſie, wenn ſie an daäs dächten, was ſie ſind, und was fuͤr einen Adel Gott vor allen andern lebendigen Geſchoͤp⸗ fen dem Manne gegeben hat, ſich freuen mußten, wenn ſie von irgend nur einem geliebt wuͤrden, dieſen uͤberaus werth halten muͤßten, und ſich mit aller Sorgfalt bemuͤhen, ihm zu Gefallen zu leben, damit er niemals aufhoͤrte, ſie zu lieben. Ob Sie, von den Worten eines Monches, der gewiß nur ein Tel⸗ ler Lecker und ein Kuchenmaul war„aufgeregt, das

gethan haben, wiſſen Sie ſelbſt; und vielleicht

wollte er ſich an die Stelle ſetzen, von welcher er einen Andern zu verdraͤngen, ſich bemuhte. Dies iſt alſo das Verbrechen, was die gottliche Gerechtigkeit, welche mit gerechter Wage alle ihre Schickungen zur Wirklichkeit bringt, nicht unbeſtraft hat wollen hingehen laſſen; und ſo wie Sie ſich ſelbſt ohne Grund Tedaldo'n haben entziehen wollen, ſo iſt auch ihr Gemahl um Tedaldo's willen ohne Grund in Gefahr geweſen und noch darin, und Sie in Angſt. Wenn Sie daher davon befreit ſeyn wollen, ſo iſt,