34 Dritter Tag.
Daß Sie Tedaldo beraubt hatten, das geſchah, wie ich Ihnen ſchon eben gezeigt, dadurch, daß Sie ſich ſeiner entzogen, da Sie doch aus Ihrem freien Wil⸗ len die Seinige geworden waren. Ferner ſags ich, daß Sie ihn, ſo viel es auf Sie ankam, ums Leben gebracht haben, weil es an Ihnen nicht gelegen hat, daß er ſich, da Sie ſich täglich härter gegen ihn be⸗ wieſen, nicht mit eigener Hand umbrachte, und das Geſetz will, daß derjenige, der zu einem übel, was einmal geſchehen iſt, die Veranlaſſung gab, in derſelben Schuld ſeyn ſoll, in welcher derjenige iſt, der es ſelbſt thut. Und daß Sie nicht an ſeiner Verbannung und daran Schuld geweſen ſeyn ſollten, daß er in der Welt ſich ſieben Jahre herum qualen mußte, das kann doch gar nicht gelaͤugnet werden. Auf dieſe Art haben Sie in Hinſicht eines jeden der drei genannten Punkte eine weit groͤßere Sünde began⸗ gen, als Sie in der Vertranlichkeit mit ihm wirk⸗ lich begingen. Aber wir wollen einmal ſehen, viel⸗ leicht verdiente Jedaldo dies alles: wahrlich, das hat er nicht! Sie ſelbſt haben es ſchon geſtanden, nicht zu gedenken, daß ich es auch weiß, wie er Sie mehr, als ſich ſelbſt geliebt hat. Nichts ward je von ihm ſo geehrt, ſo geruͤhmt, ſo lobgeprieſen, als Sie es mehr, als jede andere Frau von ihm wurden, wenn er ſich irgendwo befand, wo er anſtändiger⸗ weiſe und ohne Verdacht zu erregen, nur von Ihnen ſprechen konnte. Sein ganzes Gluͤck, ſeine ganze Ehre, ſeine ganse Freiheit, kurz, Alles hatte er in
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Ihre Haͤnde gegeben. War er nicht ein edler, junger


