Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
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Siebente Novelle.

einem innigeren Empfange. Ich will gehen, und alles thun, damit Aldobrandino Ihnen geſund und wohl wiedergegeben werde, und woruͤber Sie, wie ich hoffe, noch vor morgen Abend Nachrichten hoͤren werden, die Ihnen gefallen ſollen, ſo daß, wenn ich, wie ich glaube, Ihnen über ſeine Erhaltung gute werde gebracht haben, ich den Abend zu Ihnen zu kommen gedenke, und Ihnen alles mit mehr Be⸗ quemlichkeit erzaͤhlen will, als ich es jetzt kann. Nachdem er hierauf ſeinen Pilgerrock und die Kapuze wieder angelegt hatte, kuͤßte er die Dame noch einmal, gab ihr gute Hoffnung, und verließ ſie. Er nahm ſeinen Weg dahin, wo Aldobrandino im Gefaͤngniß, mehr in Furcht uͤber den ihm bevor⸗ ſtehenden Tod, als uͤber die Hoffnung ſeiner kuͤnfti⸗ gen Errettung, gedankenvoll daſaß; er trat als ein Troͤſter der Gefangenen zu ihm hinein, ſetzte ſich zu ihm und ſagte dann: Aldobrandino, ich bin Dein Freund, und bin von Gott zu Deiner Rettung her⸗ geſandt, den Deine Unſchuld jammert; wenn Du daher, aus Ehrfurcht gegen ihn, mir ein kleines Ge⸗ ſchenk, warum ich Dich bitten werde, zugeſtehen willſt, ſo wirſt Du unfehlbar vor morgen Abend,

wo Du das Todesurtheil erwarteſt, Deine Freiſpre⸗ chung hoͤren.

Hierauf antwortete Aldobrandino: Guter Mann, da Du Dich um mein Wohl ſo kuͤmmerſt, ſo mußt Du, ob ich Dich gleich nicht kenne, und mich nicht erinnere, Dich je geſehen zu haben, wohl mein Freund ſeyn, wie Du ſagſt. Und in Wahrheit, das