Dritter Tag⸗ deshalb habe ich Luſt, ein wenig uͤber ſie zu ſprechen, damit Sie ſie fuͤrs Kuͤnftige beſſer kennen lernen⸗
als es bis jetzt der Fall geweſen zu ſeyn ſcheint⸗ Die Fratres waren einſt heilige, tuͤchtige Maͤnner, aber die, die ſich heutiges Tages Fratres nennen, und dafuͤr gehalten ſeyn wollen, hahen von einem Frater nichts weiter als die Kappe, und dies iſt auch nicht einmal die eines Fraters mehr. Denn die von den Stiftern der Fratres angeordneten wa⸗ ren eng, ſchlecht und von grobem Tuche, ſo daß ſie von einem Innern zeugten, was die zeitlichen Dinge verachtete, da es den Koͤrper in ein ſo ſchlechtes Kleid huͤllte; dagegen machen ſie ſie heutiges Tages weit, doppelt, 81½ u i. von dem feinſten Tuche, geben ihr ei ali Geſtalt, ſo daß nit in den Kirchen und a im zu ſtolziren, wie i mit ihren Kleidern. Und wie die ele Fiſche auf Ei⸗
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nem Zuge im Fluſſe fangen wollen, ſo bemuͤhen ſie ſich, in ihren weiten ren dahinwallend, viel Betſchweſtern, viele ttwen, und viele andere thoͤ⸗ richte Weiber und M darin zu fangen; und dies iſt, mehr als jer 1
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B de andere Bemühung, ihre groͤßte Sorge. Und daß ich noch um ſo wahrhafter rede, auch nicht einmal die Kappen der Fratres ſelbſt ha⸗ d
ven ſie mehr, ſondern allein nur die Farben der Kappen. Und ſo wie die aͤltern nur das Wohl der
Menſchen wuͤnſchten, ſo begehren die heutigen nur Weiber und Reichthimer; und ihr einziges Verlan⸗
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