Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
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28 Dritter Tag. Fod ihn ganz aus meinem Herzen haben herausreißen koͤnnen.

Hierauf ſagte der Pilger: Den unglucklichen jungen Mann, der umgebracht worden iſt, den haben Sie nie geliebt, ſondern den Vedaldo Eliſei. Allein ſagen Sie mir doch, was war denn der Grund, warum Sie ſich mit ihm veruneinigten? Hat er Sie jemals beleidigt?

Worauf die Dame zur Antwort gab: Gewiß, er hat mich nimmermehr beleidigt, ſondern der Grund zu der Zwiſtigkeit waren die Worte eines verdammten Fraters, bei dem ich ein Mal beichtete; denn als ich ihm von der Liebe ſagte, die ich gegen ihn hegte, und von der Vertraulichkeit, in welcher ich mit ihm ſtände, ſo machte mir der einen ſolchen Syuk im Kopfe, daß ich noch ganz ansſt daruͤber bin; wenn ich davon nicht abließe, ſagte er zu mir, ſo wuͤrde ich gerade zu dem Teufel in dem unterſten Abgrund der Hoͤlle in den Rachen fahren, und in das ewige Straffeuer geſteckt werden. Hieruͤber in ſolche Furcht gejagt, beſchloß ich, nicht mehr in Vertraulichkeit mit ihm zu bleiben, und um gar keinen Grund mehr dazu zu haben, wollte ich weder Briefe noch Sendungen mehr von ihm annehmen, wenn ich auch gleich glaube, daß, wenn er aus⸗ dauernder geweſen waͤre,(denn, wie ich vermuthe, iſt er ganz in Verzweiflung fortgegangen und ich geſehen hätte, daß er ſich wie Schnee an der Sonne

verzehrte, mein harter Vorſatz ſich wuͤrde gebeugt