Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
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Siebente Novelle. Die Dame ſagte hierauf: Herr, ich habe meh⸗ rere Suͤnden, aber ich weiß nicht, fuͤr welche Gott gerade will, daß ich buͤßen ſoll; wenn Ihr ſie da⸗ her wißt, ſo ſagt ſie mir, und ich will alles thun, was ich nur kann, um ſie wieder gut zu machen. Madame, ſagte der Pilger, ich weiß es recht gut, was es fuͤr eine iſt, ich befrage Sie auch nicht deshalb, darum, um ſie beſſer noch zu erfahren, ſon⸗ dern damit Sie ſelbſt deſto mehr Reue daruͤber fuͤhlen, wenn Sie ſie geſtehen; doch laſſen Sie uns zur Sache kommen. Sagen Sie mir, erinnern Sie ſich wol, jemals einen Liebhaber gehabt zu haben? Da die Dame dies hoͤrte, ſtieß ſie einen tiefen Seufzer aus, und wunderte ſich ſehr, weil ſie gar nicht glaubte, daß noch irgend wer darum wuͤßte, wenn auch gleich von dem Tage an, als der Erſchla⸗ gene fuͤr den Tedaldo begraben worden war, man nach gewiſſen, von dem Gefaͤhrten Tedaldo's, der darum wußte, nicht ganz verſtaͤndig gebrauchten Worten, davon munkelte; ſie antwortete daher: Ich ſehe, Gott hat Euch alle Geheimniſſe der Menſchen offenbaret, und darum bin ich bereit, Euch die meini⸗ gen nicht zu verhehlen. Es iſt wahr, ich habe in meiner Jugend den ungluͤcklichen jungen Mann ſehr geliebt, deſſen Tod jetzt meinem Manne Schuld ge⸗ geben wird; ich habe ſeinen Tod eben ſo ſehr be⸗ trauert, als er fur mich ſchmerzhaft war, weil, ob ich mich gleich vor ſeiner Abreiſe ſehr hart und rauh gegen ihn bewies, weder ſeine Entfernung, noch ſeine lange Abweſenheit, noch ſein ungluͤckſeliger