Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
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Dritter Tag.

Schlafſtelle angewieſen ward. Allein Tedaldo Konnte wegen der vielen Gedanken, die ihn aufregten, viel⸗ leicht auch wohl wegen des ſchlechten Bettes, oder wegen des Abendeſſens, was nur ſehr mager geweſen war, nicht einſchlafen, wenn auch gleich ſchon die halbe Nacht verfloſſen war. Als er daher einmal wieder aufwachte, kam es ihm um Mitternacht vor, als wenn von dem Dache des Hauſes Leute ins Haus hinunterſtiegen, und durch die Ritzen in der Kammerthuͤr ſah er auch ein Licht ſchimmern. Er trat alſo ganz leiſe an die Spalte hin, um zu ſehen, was das ſeyn ſollte; und da ſah er ein recht huͤb⸗ ſches Maͤdchen dies Licht halten, und drei Maͤnner, die von dem Dache herunter gekommen waren, auf ſie zugehen; und nachdem ſie ſich mit einander ein Vergnuͤgen gemacht hatten, ſagte einer von ihnen zu dem Maͤdchen: Heute koͤnnen wir doch, gottlob!

ruhig ſeyn, weil wir nun gewiß wiſſen, daß Tedaldo

Elieſei's Tod von ſeinen Bruͤdern an Aldobrandino Pa⸗ lermini uͤberwieſen worden iſt, und er ihn eingeſtan⸗ den hat, woruͤber denn auch ſchon das Urtheil ge⸗ faͤllt worden iſt. Indeſſen muͤſſen wir doch immer noch ſchweigen, denn wenn es jemals herauskaͤme, daß wir es geweſen waͤren, ſo ſetzten wir uns der⸗ ſelben Gefahr aus, in welcher Aldobrandino ſich be⸗ findet. Nachdem ſie dies geſprochen, ſtiegen ſie mit dem Maͤdchen, was daruͤber ſehr vergnuͤgt zu ſeyn ſchien, hinunter, und legten ſich ſchlafen.

Da Fedaldo dieſe Worte gehoͤrt hatte, uͤber⸗ legte er ſo bei ſich ſelbſt, in wie viel und in was