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Dritter Tag.
Ob er nun wohl gleich in dieſen ſeinen Ge⸗ ſchaften ſich oftmals ſeiner harten Geliebten erin⸗ nerte, und wohl oft ſich noch tief von Liebe verwun⸗ det fühlte, und ſehnlichſt wuͤnſchte, ſie wieder zu ſe⸗ hen, ſo hatte er doch ſo viel Standhaftigkeit, daß er die⸗ ſen Kampf ſieben Jahre lang uͤberwand. Allein zu⸗ faͤllig horte er in Cypern eines Tages ein Lied ſin⸗ gen, was er ſelbſt einmal gemacht hatte, und deſſen Inhalt die Liebe war, die er fuͤr ſeine Geliebte, und ſie fuͤr ihn hegte, und die Wonne, die er über ſie empfande, und daher glaubte, es waͤre doch wohl unmoͤglich, daß ſie ihn ſo ganz und gar vergeſſen haben ſollte. Dieſer Gedanke fachte bei ihm eine ſolche Sehnſucht an, ſie wieder zu ſehen, daß er es nicht mehr ertragen konnte, und ſich entſchloß, nach Florenz zuruͤckzukehren. Er brachte daher alle ſeine Angelegenheiten in Ordnung, und machte ſich ganz allein mit einem ſeiner Bedienten auf den Weg nach Ancona; von hier aus vbefoͤrderte er alle ſeine Sachen, ſobald ſie nur daſelbſt angekommen waren, nach Florenz, an einen Freund ſeines anconatiſchen Compagnons, er ſelbſt aber ging als ein Pilger, der vom heiligen Grabe kaͤme, mit ſeinam Bedienten nach. Sobald er in Florenz angekommen war, ging er nach einem kleinen Wirthshauſe zweier Bruͤder hin, das dem Hauſe ſeiner Geliebten zunaͤchſt lag. Anfaͤnglich nahm er ſeinen Weg nirgends anders wohin, als nur vor ihrem Hauſe voruͤber, um ſie, wo moͤglich, zu ſehen. Aber er ſah, daß Fenſter, Thuͤren und alles verſchloſſen war, woraus er ganz


