Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
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Siebente Novelle. ganz und gar nicht mehr gefällig ſeyn, und keine ſeiner Sendungen weder anhoͤren, noch auf irgend eine Art einmal anſehen, woruͤber er in einen wil den Truͤbſinn und Melancholie verfiel. Indeſſen er hatte dieſe ſeine Liebe immer ſo geheim gehalten, daß Niemand glaubte, ſie ware der Grund zu ſeiner Melancholie. Nachdem er ſich auf verſchiedene Weiſe bemuͤht hatte, die iebe wieder zu erhalten, die er, ohne ſeine Schuld verloren zu haben glaubte, aber immer fand, daß alle Muͤhe vergebens waͤre, ſo beſchloß er, aus der Welt ganz zu verſchwinden, um derjenigen, welche der Grund zu ſeinem Ungluͤcke waͤre, nicht die Freude zu machen, daß ſie ſaͤhe, wie er ſich abzehre. Er raffte daher einige Thaler, ſo viel er nur bekommen konnte, zuſammen, und ging damit ganz im Stillen, ohne Freund oder Anver⸗ wandtem auch nur ein Wort daruͤber zu ſagen, bis auf einen Gefaͤhrten, der um alles wußte, fort, und kam unter dem angenommenen Namen, Philipp von Sanlodeccio nach Ancona. Hier ſchloß er ſich an einen reichen Kaufmann an, trat bei ihm in Dienſt, und ging mit ihm zu Schiffe nach Cypern. Seine Sitten und ſein Betragen gefiel dem Kaufmanne ſo, daß er ihm nicht nur einen guten Gehalt anwies, ſondern ihn auch zum Theil als Compagnon an⸗ nahm, und uͤberdies noch ſeinen Haͤnden einen großen Theil ſeiner Geſchaͤfte anvertraute. Dieſe verwal⸗ tete er ſo gut, und mit ſolcher Sorgfalt, daß er in wenig Jahren ein tuͤchtiger, reicher und beruͤhmter Kaufmann ward.