Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
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Dritter Tag.

zärtlichſte, und wußte es kluͤglich zu veranſtalten, vaß ſie noch recht oft ihrer Liebe froh wurden. Gott mache uns der unſrigen auch froh!

Siebente Novelle.

Fedaldo veruneinigt ſich mit ſeiner Geliebten, und geht von Florenz fort, kehrt aber als ein Pilger nach ei⸗ niger Zeit dahin wieber zuruͤck, ſpricht mit der Dame, benimmt ihr ihren Irrthum, und befreit ihren Mann von der Todesſtrafe, weil man dieſem wollte überwieſen haben, er hätte ihn umgebracht. Dann ſohnt er ihn noch mit ſeinen Bruͤdern aus, und ergotzt ſich endlich auf eine verſtaͤndige Art mit ſeiner Geliebten.

Schon ſchwieg Fiametta, die von Allen gelobt ward, als die Koͤnigin, um keine Zeit zu verlieren, ſchnell Emilien auftrug, zu reden. Dieſe fing dann an:

Ich will in unſere Stadt wieder zuruͤckkehren, woraus zwei meiner Vorgaͤngerinnen ſich emfernt haben, und Euch ſagen, wie einer unſerer Buͤrger ſeine verlorne Geliebte dennoch wieder erhielt.

Es war alſo in Florenz ein junger Edelmann, mit Namen Tedaldo, von der Eliſeiſchen Familie, welcher ſich uber alle Maßen in eine Frau, Monna Ermelina genannt, und Gattin Aldobrandino Paler⸗ mini's, verliebte, und wegen ſeiner lobenswuͤrdigen Sitten wohl verdiente, zu ſeinem Zwecke zu ge⸗ langen. Dieſer Freude widerſetzte ſich das den Glücklichen feindliche Geſchick. Denn, was auch der Grund dazu geweſen ſeyn mag, nachdem die Dame eine Zeit lang Tedaldo'n Manches uͤber ſich zugeſtan⸗ den hatte, ſo wollte ſie ihm doch mit einem Male