Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
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12 Dritter Tag.

glaubwuͤrdiger, daß er ſie nichts deſto weniger bat, ſie moͤchte ja nimmermehr ſagen, daß ſie es von ihm gehort hätte; was ſie ihm deun auch auf ſich ſelbſt verſprach.

Den folgenden Morgen ging Richard zu einem alten Weibe, welche das Bad, was er an Catella genannt hatte, hielt, ſagte ihr, was er zu thun im Sinne hätte, und bat ſie, daß ſie ihm hierin, ſo viel ſie nur könnte, behuͤlflich ſeyn möchte.

Das alte Weib, das ihm ſehr zugethan war, ſagte, das wolle ſie ſehr gern thun, und verabredete mit ihm alles, was ſie zu thun oder zu ſagen hatte.

Die Alte hatte in dem Hauſe, in welchem das Bad war, ein ſehr finſteres Zimmer, weil kein Fen⸗ ſter dahin ging, wodurch es haͤtte Licht bekommen können. Dieſes Zimmer richtete das Weib nach Richards Angabe ein, und brachte ein Bette darin an, ſo gut es nur gehen wollte, worin ſich Richard, ſobald er gegeſſen hatte, hineinlegte, und dann Ca⸗ tella erwartete.

Die Frau, ſobald ſie Richards Worte vernom⸗ men, und ihnen mehr Glauben beigelegt hatte, als

ſie geſollt, kehrte voll Verdruß am Abend nach

Hauſe, wohin Philippello, zufaͤllig den Kopf mit anderen Gedanken angefuͤllt, auch zuruͤckkehrte, und ihr vielleicht nicht dieſe Aufmerkſamkeiten bewies, wie er es ſonſt wohl zu thun pflegte. Da ſie dies ſah, vermehrte ſich ihr Argwohn, und ſie ſagte bei ſich ſelbſt:

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