Teil eines Werkes 
2. Bdchn. (1828)
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8 Dritter Tag.

ward, ließ er ſich erſt gar ſehr dazu bitten, als

wenn es ihm eben nicht ſonderlich lieb waͤre, darin

zu bleiben. Hier fingen nun die Damen, und zugleich

auch mit ihnen Catella an, mit ihm uͤber ſeine neue

Liebe zu ſcherzen, woruͤber er, da er ſich ſtellte, von

derſelben außerordentlich entflammt zu ſeyn, ihnen

immer mehr Stoff zu witzeln gab. Endlich, da eine

Dame, wie das an dieſen Orten wohl zu geſchehen

pflegt, hierhin, die andere dorthin ging, Catella

aber mit einigen da, wo Richard ſich aufhielt, zu⸗

ruͤckgeblieben war, ſo warf Richard ſo einige

Worte uͤber eine gewiſſe Liebe Philippello's, ihres

Mannes, gegen ſie hin, wodurch ſie ſogleich in eine

plotzliche Eiferſucht verſetzt ward, und in ihrem In⸗

nern der Wunſch entbrannte, zu erfahren, was

Richard damit ſagen wollte. Nachdem ſie ſich an⸗

fangs ein Weilchen gehalten hatte, endlich aber ſich

doch nicht mehr halten konnte, bat ſie Richard bei

der Liebe fuͤr diejenige Dame, die er am meiſten

liebte, er moͤchte es ſich doch gefallen laſſen, ihr

über das, was er von Philippello geſagt haͤtte, Licht zu geben. Hierauf ſagte er zu ihr:

Sie beſchwoͤren mich bei einer Perſon, der ich das nicht abzuſchlagen wage, warum Sie mich bit⸗ ten; darum bin ich bereit, es Ihnen zu ſagen, nur daß Sie mir verſprechen, niemals irgend ein Wort weder mit ih., noch mit einem Andern daruͤber zu ſprechen, ehe Sie nicht in der That wirklich geſehen haben, daß das wahr iſt, was ich Ihnen erzaͤhlen, und