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Sechſte Novelle. 203
Damit aber dieſes Feſt vollkommen wuͤrde, woll⸗ te Gott, der reichlichſte Geber, wenn er einmal zu geben angefangen hat, noch die froͤhliche Nachricht von dem Leben und dem Wohlbeſinden Heinrich Ca⸗ pece's hinzufuͤgen. Als daher das Feſt am glaͤn⸗ zendſten war, und die geladenen Herren und Damen noch bei dem erſten Gericht zur afel ſaßen, kam der, welcher nach Sizilien gegangen war, und er⸗ zäͤhlte unter andern von Heinrich, daß er vom Koͤ⸗ nig Carl noch waͤre in Gefangenſchaft gehalten wor⸗ den, als ſich der Aufſtand gegen den Koͤnig im Lande erhoben haͤtte; das Volk aber wäre wuthend nach dem Gefaͤngniß gelaufen, habe die Wachen ge⸗ toͤdtet, und ihn herausgezogen; dann ihn, als den Hauptfeind des Konigs, zu ihrem Anfuͤhrer gemacht, und waͤren ihm gefolgt, als die Franzoſen verjagt und getodtet worden. Daher wäre er beim Koͤnig Peter vorzuͤglich in Gnaden gekommen, und von die⸗ ſem in alle ſeine Guͤter und Ehrenſtellen wieder ein⸗ geſetzt; und auf dieſe Art befaͤnde er ſich in großem und vorzuͤglichem Anſehen. Er fuͤgte noch hinzu, daß er ihn mit der groͤßten Ehre empfangen, und ſeine Freude uͤber ſeine Frau und ſeinen Sohn laut geaußert habe, da er ſeit ſeiner Gefangennehmung nichts mehr von ihnen gehoͤrt haͤtte. Ueberdieß ſchicke er ihnen auch noch eine Fregatte, welche mit einigen edeln Männern nachkommen wuͤrde.
Dieſe Nachricht wurde mit der lauteſten Freude und Froͤhlichkeit gehort und angenommen, und Con⸗ rad ging ſogleich mit einigen Freunden den edeln


