Teil eines Werkes 
1. Bdchn. (1827)
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202 Zweiter Tag.

ſeinem Glauben beſtärkten, ſo ſchaͤmte er ſich der niedrigen Behandlung, die er gegen den jungen Mann visher beobachtet hatte, und ſuchte die Sache wieder gut zu machen. Er hatte eine ſchoͤne Tochter von elf Jahren*), und da er wußte, wer Heinrich gewe⸗ ſen, und vielleicht noch ware, gab er ſie ihm mit einer anſehnlichen Mitgift zur Gattin. Nachdem er ein großes Feſt hieruͤber angeſtellt, beſtieg er mit dem jungen Manne, ſeiner Vochter und der Amme eine wohl ausgeroͤſtete Gallevte und ſegelte nach Lerici; hier empfing ihn Conrad, und ging mit der ganzen Geſellſchaft nach einem ſeiner Schloͤſſer, was nicht weit von hier lag, woſelbſt dann ein allgemei⸗ nes Feſt gefeiert ward.

Wie groß die Freude der Mutter war, als ſie auch dieſen ihren Sohn wieder ſah, wie groß die der beiden Bruͤder, wie groß die fuͤr alle Drei und für die treue Amme, wie groß die, welche Meſſer Gasparino daruͤber empfand, und ſeine Vochter, und auch alle Andere, wie ſich Alle dann auch mit Con⸗ rad, mit ſeiner Gemahlin und ſeinen Kindern und ſeinen Freunden daruͤber erfreuten, kann nicht mit Worten ausgedruͤckt werden, und ich uͤberlaſſe es daher Euch ſelbſt, meine Damen, es Euch vorzu⸗ ſtellen.

*) Martinelli ſchon ſagt, daß die Vollziehung einer ſo unreifen Heirath wenigſtens jetzt in Italien nicht er⸗ laubt werden würde. In Spanien ſollen ſie in noch fruͤhern Jahren erlaubt ſeyn.