200 Zweiter Tag.
armungen drei bis vier Mal, nicht ohne allgemeine Freude und Vergnuͤgen der Umſtehenden, waren wie⸗ derholt worden, auch Einer dem Andern ſeine Schick⸗ ſale erzaͤhlt hatte, und Conrad, der ſeinen Freun⸗ den mit innigem Wohlgefallen ſeine neue Verwandt⸗ ſchaft mitgetheilt, und ein ſchoͤnes und praͤchtiges Feſt angeordnet hatte, ſagte Gottfried zu ihm:
Conrad, Sie haben mich durch ſo Vieles ſo gluͤcklich gemacht, und meine Mutter ſo lange in Ehren bei ſich behalten; allein, damit nichts von dem zu thun uͤbrig bleibe, was durch Sie gethan werden kann, ſo bitte ich Sie, daß Sie meine Mut⸗ ter, dieſes mein Feſt und mich ſelbſt vollkommen froh machen, durch meines Bruders Gegenwart, den Meſſer Gasparino von Oria als Diener bei ſich in ſeinem Hauſe hat, und der, wie ich Ihnen ſchon geſagt habe, ihn und mich zur See geraubt hat; und dann, daß Sie Jemanden nach Stzilien ſchicken, der genaue Erkundigungen uͤber die Lage und den Zuſtand des Landes einziehe, und zu erfahren ſuche, was aus meinem Vater Heinrich geworden, ob er todt iſt oder ob er noch lebt, und in welchem Zuſtande; und dann von Allem gehoͤrig unterrichtet zu uns zu⸗ ruͤckkehre.
Conrad gefiel Gottfrieds Bitte, und ſandte un⸗ verzuglich die umſichtigſten Leute nach Gema und Sizilien.
Der nach Genua gegangen war, ſuchte Meſſer Gasparino auf, und bat ihn in Conrads Namen in⸗ ſtaͤndig, daß er ihm den Vertriebenen mit ſei—


