Zweiter Tag. iſt, als ich mir ſelbſt bin; und gaͤben Sie mir es gar auf die Art wieder, als Sie ſagen, ſo wuͤrden Sie Eine von allen meinen verlornen Hoffnungen wieder in's Leben zuruͤckrufen. Hier ſchwieg ſie wei⸗ nend.
Hierauf ſagte Conrad zu ſeiner Frau: Und was duͤnkt Dich wohl, Frau, wenn ich Dir einen ſolchen Schwiegerſohn gaͤbe?
Darauf antwortete die Frau: Wenn er Dir ge⸗ fiele, wuͤrde er mir angenehm ſeyn, waͤre er ſelbſt auch ein armer Schelm, und keiner von denen, wel⸗ che vornehme Herren ſind.
Nun ſagte Conrad: In ein paar Tagen hoffe ich Euch dieſe Freude zu machen.— Nachdem er hierauf ſah, daß die beiden jungen Leute ihre erſte Geſtalt wieder erhalten hatten, und ſie auch anſtän⸗ dig gekleidet waren, fragte er Gottfried: Wie viel lieber als die Frende, die Du jetzt haſt, wuͤrde Dir wohl die ſeyn, wenn Du Deine Mutter hier ſaͤheſt?
Hierauf antwortete Gottfried: Es iſt faſt nicht zu glanben, daß der Schmerz uͤber die ſie betroffe⸗ nen Ungluͤcksfaͤlle ihr ſo lange das Leben gelaſſen haͤtte; aber wenn es denn doch waͤre, ſo wuͤrde es mir uͤberaus lieb ſeyn, weil ich dann glauben koͤnnte, durch ihren Rath einen großen Theil meines Vermoͤ⸗ gens in Sizilien wieder zu erlangen.
Hierauf ließ Conrad beide Frauen kommen. Bei⸗ de waren hoch erfreut uͤber die junge Braut und wun⸗ derten ſich nicht wenig, was fuͤr ein guter Geiſt
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