Teil eines Werkes 
1. Bdchn. (1827)
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Sechſte Novelle.

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than haͤtteſt, was Du mir angethan haſt, Dir auf die ſchmähligſte Art den Tod gegeben haben, was ich aber nicht uͤber mein Herz bringen konnte. Wenn die

Sachen ſich nun jetzt ſo daß Du der Sohn eines

verhalten, wie Du ſägſt,

edeln Mannes und einer

edeln Frau biſt, ſo will ich Deinen Qualen, wenn Du ſelbſt willſt, ein Ende machen, und Dich aus ſ dem Elende und aus der Gefangenſchaft, worin Du bis jetzt geſchmachtet haſt, herausreißen, und zu gleicher Zeit Deine und meine Ehre auf die ihr ge⸗

zuruckfuͤhren.

Wie Du weißt, iſt

Spina, fuͤr welche Du eine in Liebe ausgeartete

Freundſchaf

ſie ſchickte, hegſ

t, wie ſie ſich weder fuͤr Dich noch fuͤr t, Wittwe; ihre Ausſteuer iſt groß

und gut, und was ihre Familie betrifft, ſo kennſt Du ihren Vater und ihre Mutter; uͤber Deinen

gegenwaͤrtigen Stand ſage ich nichts.

Willſt Du

daher, ſo bin ich es zufrieden, daß ſie, die unan⸗

ſtandiger Weiſe Dir Freundin ward, Weiſe Deine Frau werde,

anſtaͤndiger und daß Du als mein

Sohn hier bei mir und mit ihr verweilſt, ſo lange

es Dir gefaͤllt.

Das Gefaͤngniß hatte Johann zwar abgema⸗ gert, aber den edeln Geiſt ſeiner Abkunft hatte es im geringſten nicht vermindert, noch die innige Liebe,

die er fur ſeine Geliebte fuhlte, geſchwaͤcht.

Und

ob er gleich ſehnlichſt das wuͤnſchte, was Conrad ihm antrug, und er auch ſah, daß es in ſeiner Ge⸗ walt ſtande; ſo hatte doch alles dieß auch nicht den

geringſten Einfluß auf ihn, ſo, daß die Groͤße ſei⸗