Sechſte Novelle.
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than haͤtteſt, was Du mir angethan haſt, Dir auf die ſchmähligſte Art den Tod gegeben haben, was ich aber nicht uͤber mein Herz bringen konnte. Wenn die
Sachen ſich nun jetzt ſo daß Du der Sohn eines
verhalten, wie Du ſägſt,
edeln Mannes und einer
edeln Frau biſt, ſo will ich Deinen Qualen, wenn Du ſelbſt willſt, ein Ende machen, und Dich aus ſ dem Elende und aus der Gefangenſchaft, worin Du bis jetzt geſchmachtet haſt, herausreißen, und zu gleicher Zeit Deine und meine Ehre auf die ihr ge⸗
zuruckfuͤhren.
Wie Du weißt, iſt
Spina, fuͤr welche Du eine in Liebe ausgeartete
Freundſchaf
ſie ſchickte, hegſ
t, wie ſie ſich weder fuͤr Dich noch fuͤr t, Wittwe; ihre Ausſteuer iſt groß
und gut, und was ihre Familie betrifft, ſo kennſt Du ihren Vater und ihre Mutter; uͤber Deinen
gegenwaͤrtigen Stand ſage ich nichts.
Willſt Du
daher, ſo bin ich es zufrieden, daß ſie, die unan⸗
ſtandiger Weiſe Dir Freundin ward, Weiſe Deine Frau werde,
anſtaͤndiger und daß Du als mein
Sohn hier bei mir und mit ihr verweilſt, ſo lange
es Dir gefaͤllt.
Das Gefaͤngniß hatte Johann zwar abgema⸗ gert, aber den edeln Geiſt ſeiner Abkunft hatte es im geringſten nicht vermindert, noch die innige Liebe,
die er fur ſeine Geliebte fuhlte, geſchwaͤcht.
Und
ob er gleich ſehnlichſt das wuͤnſchte, was Conrad ihm antrug, und er auch ſah, daß es in ſeiner Ge⸗ walt ſtande; ſo hatte doch alles dieß auch nicht den
geringſten Einfluß auf ihn, ſo, daß die Groͤße ſei⸗


