Teil eines Werkes 
1. Bdchn. (1827)
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Zweiter Tag.

Ziegen, und der Mutter, welche während dieſer Zeit auch hinzugekommen war, und, nicht ohne große Verwunderung der edeln Frau, ſehr froͤhlich um ſie herumſprang, mit ihr nach Lunigiana gehen wolle. Das Wetter hatte ſich wieder aufgeheitert, und ſogleich beſtieg Madame Beritola mit Conrad und ſeiner Gemahlin das Schiff, zugleich aber auch mit ihnen die alte Ziege und die beiden jungen;(ſie ſelbſt ward, da Keiner ihren rechten Namen wußte, Ca⸗ vriuola*) genannt) und kamen mit gutem Winde bis an die Muͤndung der Magra, wo ſie dann an's Land ſtiegen, und die Reiſe bis nach ihren Schloͤſ⸗ ſern fortſetzten. Hier lebte Madame Beritola in Trauerkleidern, und als eine ihrer Hofdamen, an⸗ ſtandig, demuͤthig und abhaͤngig, dabei immer voll Liebe gegen ihre Ziegen, die ſie ſorgfaͤltig aufzog. Die Corſaren, welche bei Ponzo das Schiff ge⸗ kapert hatten, worauf Madame Beritola gekommen war, gingen mit dem andern Schiffsvolke, denn ſie hatten ſie nicht geſehen und alſo zuruͤckgelaſſen, nach Genna; hier theilten die Herren der Galeere die Beute, und dabei fiel die Amme der Madame Be⸗ ritola, mit den beiden Kindern derſelben einem Herrn, Gasperino von Oria, durchs Lvos zu. Dieſer ſchickte ſie ſammt den beiden Kindern nach ſeinem Hauſe, und behielt ſie wie einen Hausdienſtboten bei ſich. Die Amme, im hoͤchſten Grade betruͤbt uͤber den

*) So heißt im Stalieniſchen auch eine Zlege.