Teil eines Werkes 
1. Bdchn. (1827)
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Sechſte Novelle. 187 war, ſahen, und ſie erſtaunte noch weit mehr als jene.

Nachdem Conrad auf ihre Bitten ſeine Hunde zuruͤckgerufen hatte, baten ſie ſie inſtaͤndig, ihnen zu ſagen, wer ſie waͤre und was ſie hier machte.

Sie eroͤffnete ihnen umſtaͤndlich ihre ganze Lage, ihr ganzes ungluͤck und ihren wilden Vorſatz.

Sobald Conrad, der Heinrich Capece ſehr gut gekannt, dieß gehoͤrt hatte, bemuͤhete er ſich mit den beſten Worten, ſie von ihrem wilden Vorſatze zuruͤckzubringen, indem er ihr anbot, ſie nach ihrem Hauſe zuruͤckzubringen, oder ſie bei ſich zu behalten, ſo als wenn ſie ſeine Schweſter waͤre; dann moͤchte ſie ſo lange bleiben, bis Gott ihr ein beſſeres Schick⸗ ſal zuſenden wuͤrde.

Da die Frau dieſe Anerbietungen nicht annahm, ließ Conrad ſeine Gemahlin bei ihr, und ſagte ihr, daß er zu eſſen wurde herbringen laſſen, und daß ſie dafuͤr ſorgen möchte, jene, die ganz abgeriſſen war, mit ihren eigenen Kleidern zu bekleiden, und ſie zu bewegen, daß ſie mit ihnen ginge.

Nachdem die edle Frau mit ihr zuruͤckgeblieben war, und zuerſt mit Madame Beritola uͤber ihre ungluͤcksfalle aufrichtig geweint hatte, konnte ſie ſie nur mit der groͤßten Muͤhe dahin bringen, ſowohl die angekommenen Kleider anzunehmen, gls auch von den Speiſen zu eſſen; und da ſie zuletzt nach vielen Bitten immer noch dabei blieb, daß ſie nirgends wo hingehen wurde, wo ſie erkannt werden konnte, brachte ſie ſie doch endlich dahin, daß ſie ſammt den zwei