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Sechſte Novelle. 181
ſtieß er einen gewaltigen Schrei aus, und ſchwang ſich ſchnell wieder aus dem Kaſten heraus. Die An⸗ dern, hieruͤber erſchrocken, ließen den Kaſten auf, und flohen alle mit einander, nicht anders, als wenn ſie von hunderttauſend Teufeln verfolgt wuͤrden.
Sobald Andreas dies ſah, ſprang er froher, als er je nur hoſſen konnte, heraus, und verließ auf eben dem Wege, auf welchem er gekommen war, die Kirche. Da ſich der Tag ſchon näherte, ging er auf gut Gluͤck mit ſeinem Ringe am Finger fort, kam nach der Seeſeite hin, und von da gluͤcklich wieder nach ſeiner Herberge, woſelbſt er ſeine Gefährten und den Wirth, welche die ganze Nacht uͤber ihn in Sorgen zugebracht hatten, wiederfand. Nachdem er ihnen erzaͤhlt hatte, was ihm begegnet war, ſchien es ihm, auf den Rath des Wirthes, am beſten, daß er Neapel verlaſſen moͤchte. Das that er auch ſo⸗ gleich und kehrte nach Perugia zuruͤck, nachdem er einen Ring mit ſeinem Gelde erworben hatte, wo⸗ mit er, um Pferde zu kaufen, ausgereiſt war.
Sechſte Novelle.
Mabame Beritola wird mit zwei Ziegen auf einer Inſel gefunden; nachdem ſie zwei Soͤhne verloren, geht ſie nach Lunigiana. Hier nimmt einer von ihnen, bei dem Herrn davon, Dienſte, und wird wegen des zu ver⸗ trauten Umgangs mit ſeiner Tochter in's Gefängniß geſetzt. Nachdem Sizilien gegen den Konig Carl rebel⸗ lirt hat, und der Sohn von der Mutter wieder er⸗ kannt worden, heirathet er die Tochter des Herrn, findet ſeinen Bruder wieder, und kommt mit dieſem wieder in eine gluͤckliche Lage.


