Teil eines Werkes 
1. Bdchn. (1827)
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Zweiter Tag.

Und wer ihn damals geſehen haͤtte, wuͤrde ſchwer⸗ lich erkannt haben, wer mehr todt geweſen waͤre, der Erzbiſchof oder er. Indeſſen da er wieder zu ſich ſelbſt gekommen war, fing er laut an zu wei⸗ nen, indem er ohne allen Zweifel vorausſah, daß ſein Ende auf eine oder die andere Art erfolgen muͤſſe; entweder er muͤßte in dieſem Kaſten, wenn Keiner kaͤme und ihn oͤffnete, verhungern, oder vor Geſtank unter den Wuͤrmern des todten Koͤrpers um⸗ kommen, oder, wenn Jemand kaͤme und ihn hier drinnen faͤnde, wuͤrde er wie ein Dieb aufgehenkt werden.

Als er dieß ſo bei ſich bedachte, und ganz troſt⸗ los war, hoͤrte er viele Leute in der Kirche herum⸗ gehen, und mit einander ſprechen, die, wie er merk⸗ te, eben das thun wollten, was er mit ſeinen Ge⸗ faͤhrten ſchon gethan hatte; er furchtete ſich daher ſehr. Allein, nachdem dieſe den Kaſten geoͤffnet und geſtutzt hatten, geriethen ſie daruͤber in Streit, wer hinunterſteigen ſollte und Keiner wollte es thun Endlich, nach langem Zanken, ſagte ein Prieſter: Was fuͤrchtet Ihr Euch denn? Glaubt Ihr, daß er Euch freſſen wird? Die Todten eſſen keine Men⸗ ſchen; ich will hinein, ich! Und nachdem er dieß geſagt hatte, legte er ſich mit der Bruſt auf den Rand, hielt den Kopf heraus und fuhr mit den Bei⸗ nen hinein, um ſich ſo hinunter zu laſſen. Da An⸗ dreas dieß ſah, ſtand er gerade auf, faßte den Prie⸗ ſter bei dem einen Fuß, und that, als wenn er ihn himmterziehen wollte. Da der Prieſter dieß merkte,

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