176 Zweiter Tag.
pel, Namens Meſſer Philipp Minutola,*) begraben worden, und zwar im reichſten Schmuck, mit einem Rubin am Finger, der weit mehr als fuͤnfhundert Goldgulden werth war, und dieſen wollten jene rau⸗ ben, wie ſie dem Andreas ihre Meinung daruͤber mittheilten.
Andreas, mehr begierig als uͤberlegt, machte ſich mit ihnen auf den Weg; und da ſie nach der Hauptkirche zugingen, Andreas aber immer noch ſehr ſtank, ſagte der Eine: Koͤnnten wir denn kein Mit⸗ tel finden, daß dieſer ſich nur ein bischen wuͤſche, wo es auch ſeyn moͤchte, damit er nicht ſo entſetz⸗ lich ſtaͤnke?
Der Andere ſagte: Ja! wir ſind hier nahe bei einem Brunnen, wo immer ein großer Eimer an der Winde haͤngt; laßt uns dahin gehen und da wollen wir ihn geſchwind waſchen. Als ſie zum Brunnen hingekommen waren, fanden ſie, daß das Seil wohl da wäre, aber der Eimer war weggenommen; daher beſchloſſen ſie mit einander, ihn an dem Seile feſt⸗ zubinden und in den Brunnen hinunter zu laſſen, damit er ſich da unten waſche; wenn er ſich dort gewaſchen haͤtte, ſolle er an dem Seilt ſchuͤtteln, dann wollten ſie ihn wieder hinaufziehen; und das thaten ſie denn auch. 12
Da ſie ihn in den Brunnen hinabgelaſſen hat⸗ ten, kamen einige von der Polizei, die ſowohl der
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*) Der Name iſt wahr⸗ aber die Geſchichte erbichtet⸗


