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r⸗ ch ſe e de n, ſer
Fuͤnfte Novelle. 173 dumme Streiche zu machen. Geh zum Henker, dum⸗ mer Kerl, und laß uns ſchlafen; haſt Du was mit ihr, ſo komm morgen wieder, aber fall' uns hier nicht ſo zur Laſt.
Durch dieſe Worte ward einer, der im Hauſe war, vielleicht ein Kuppler der ſchoͤnen Dame, von dem er aber vorher weder was geſehen noch gehoͤrt hatte, ſo dreiſt, daß er an's Fenſter trat, und mit einer groben, fuͤrchterlichen und wilden Stimme her⸗ unter rief: Wer iſt da unten?
Andreas hob bei dieſen Worten den Kopf in die Hoͤhe, und ſah einen, der, nach dem Wenigen, was er bemerken konnte, ein wichtiger Mann zu ſeyn ſchien, mit einem ſchwarzen und dicken Bart im Ge⸗ ſichte, und, ſo als wenn er aus dem Bette oder aus dem Schlafe ſich erhoͤbe, gaͤhnte und ſich die Augen rieb. Er antwortete daher nicht ganz ohne Furcht: Ich bin ein Bruder der Dame da drinnen.
Jener aber wartete nicht, bis Andreas die Ant⸗ wort vollendet hatte, ſondern ſagte noch weit rauher als zuvor: Ich weiß nicht, was mich nur abhaͤlt, daß ich nicht runter komme, und ſo lange auf Dich los ſchlage, bis Du Dich nicht mehr ruͤhren kannſt, Du unausſtehlicher, verſoffener Eſel, daß Du uns in der Nacht nicht ſchlafen laͤßt.
Einige Nachbaren, die dieſen Herrn beſſer kann⸗ ten, ſprachen Andreas freundlicher zu, und ſagtenz Armer Teufel, mach' daß Du fortkommſt, wennz dieſe Nacht hier nicht willſt maſſakrirt werden. Andreas, durch jenes Stimme ſowohl


