Teil eines Werkes 
1. Bdchn. (1827)
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Fünfte Rovelle. ſen war, weswegen ſie, aus Palermo, ſich zur Schwe⸗ ſter eines Perugianers gemacht, und die Schlinge gelegt hatte, kuͤmmerte ſich um ihn nicht mehr, und verſchloß eiligſt die Thuͤre, aus welcher er herausge⸗ gangen und dann niedergeſtuͤrzt war.

Andreas fing an, da das Maͤdchen ihm nicht antwortete, immer ſtaͤrker zu rufen; aber alles um⸗ ſonſt. Nun ſchoͤpfte er Verdacht, ahnete zu ſpaͤt den Betrug, und ſprang deshalb auf eine Mauer, die dieſes Gäßchen von der Straße ſchied; von hier auf die Straße hinabgeſtiegen, ging er an die Thuͤr des Hauſes, was er ſehr gut erkannte, und, nachdem er auch hier lange Zeit vergebens geſchrieen hatte, rut⸗ telte und ſchlug er daran aus allen Kraͤften. Da er nun ſo ſein Ungluͤck deutlich einſah, klagte er laut daruͤber und ſagte: O ich Ungluͤcklicher! in wie kur⸗ zer Zeit habe ich doch 500 Gulden und eine Schwe⸗ ſter verloren! Und nach noch vielen andern Worten fing er von neuem an, an die Thuͤr zu klopfen und zu ſchreien; und dies betrieb er ſo arg, daß viele von den umherwohnenden Nachbaren aufgeweckt wurden, und, da ſie den Laͤrm nicht mehr aushalten konnten, aufſtanden. Ja, eine von den dienſtbaren Geiſtern der Dame, ganz ſchlaftrunken im Geſichte, trat an's Fenſter und donnerte herunter: Wer klopft da?

Ach! ſagte Andreas, ach, kennſt Du mich denn nicht? Ich bin Andreas, Madam Fiordaliſa's Bru⸗ der!

Maulaffe, gab jene zur Antwort, wenn Du zu viel getrunken haſt, ſo geh und ſchlaf aus, dann