Teil eines Werkes 
1. Bdchn. (1827)
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Erſte Novelle. 45 Kranz, ſo nannten ſie ihn, weil er klein war, nicht, wie wir in Ftalien thun wuͤrden, Capello, ſondern Ciappelletto; und ſo war er allgemein unter dem Namen Eiapypelletto bekannt, und Wenigen nur un⸗ ter dem Ser. Ciapperellvo. Dieſes Eiappelletto Le⸗ bensart war nun etwa dieſe: Als Rotar ſchaͤmte er ſich im hoͤchſten Grade, wenn eines ſeiner Inſtru⸗ mente(ob er gleich nur wenige aufnahm) anders als falſch befunden ward: und ſolcher würde er ſo viel gemacht haben, als man nur von ihm beh ngt haͤtte auch dieſe lieher umſonſt, als ein ande s fuͤr grße Belohnm Falſche Zeugniſſe legte er it dem groͤß⸗ ten Verguugen, dazu aufgefordert und nicht auſge⸗ fordert, ab; und ob man gleich zu damaliger Zeit in Frankreich die Eide fuͤr ſehr heilig hielt, ſo kuͤm⸗ merte er ſich doch nicht darum, falſche abzulegen; wenn er nur dadurch ſo viel ſchlechte Prozeſſe gewin⸗ nen konnte, als er aufgefordert ward, die Wahrheit gegen ſeine überzengung zu beſchw ren Ein uͤber⸗ mäßiges Vergnuͤgen hatte er, ja vielleicht ſtudierte er auch wohl gar recht darauf, unter Freunde, Ver⸗ wandte und alle Andere Unheil, Feindſchaften, Irgerniſſe auszuſtrenen, und je groͤßeres übel er daraus herkommen ſah, deſto groͤßere Freude hatte er daruͤber. Ward er zu einem Morde aufgefordert, oder zu irgend einer andern Schandthat, ſo nahm er gern daran Antheil, ohne es jemals zu verweigern; oftmals fand er ſich auch gern geneigt, Leute mit eigener Hand zu verwunden oder niederzuſtoßen. Gott und allen Heiligen zu fluchen, darin war er