Teil eines Werkes 
1. Bdchn. (1827)
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44 Erſter Tag. Novelle hervorgehen, die ich zu erzählen die Abſicht habe; deutlich ſage ich, nicht in Hinſicht des Urtheils Gottes, ſondern der Menſchen.

Man erzaͤhlt alſo, daß ein gewiſſer Franzoſe, Muſchatto, aus einem reichen und großen Kaufmann ein Cavalier geworden, als er mit Carl ohne Land, dem Bruder des Konigs von Frankreich, nach Toskana gekommen war, wozu derſelbe vom Papſt Bonifacius aufgefordert worden war, merkte, daß ſeine Geſchaͤfte, wie die der Kaufleute oftmals wohl zu ſeyn pflegen, hierhin und dahin ſehr verwickelt waͤren, und da er ſie nicht ſo leicht und ſchnell in Ordnung bringen komnte, darauf dachte, ſie Mehreren zu uͤbertragen. Fuͤr alle fand er Rath; nur daruͤber blieb er allein noch zweifelhaft, wer dazu wohl tuͤchtig waͤre, ſeine an verſchiedene Bur⸗ gunder ausſtehende Schulden einzutreiben. Der Grund ſeines Zweifels war, daß er wußte, die Burgunder ſind zaͤnkiſche, treuloſe Leute und von ſchlechter Ge⸗ ſinnung, und ihm auch nicht ſogleich einſiel, wer wohl ein ſo ſchlechter Menſch ware, auf den er aber doch ein gewiſſes Zutrauen ſetzen koͤnnte, um ihn ihrer Schlechtigkeit entgegen zu ſtellen. Da er nun hier⸗ uͤber lange nachgedacht hatte, kam ihm ein gewiſſer Ser. Ciapperello da Prato in den Sinn, der in ſei⸗ nem Hauſe zu Paris haͤufig aus- und eingegangen war. Weil er klein von Perſon und ſehr ſtutzermä⸗ ßig war, und die Franzoſen nicht wußten, was Cep⸗ parello wohl heißen moͤchte, vielmehr glaubten, Cap⸗ pello waͤre ſo viel, als nach ihrer Sprache, ein

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