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43 wir einmal mit ihnen ſo eng verbunden, und ein Theil von ihnen ſind, uns weder abhaͤrten, noch uns vor ihnen ſchuͤtzen koͤnnten, wenn nicht Gottes beſon⸗ dere Gnade uns Kraft und Einſicht verliehe, wel⸗ che, wie wohl nicht zu glauben ſteht, daß ſie auf uns und in uns durch irgend unſer Verdienſt herab⸗ komme, ſondern nur von ſeiner ihm eigenen Gnade in Bewegung geſetzt, und durch das Flehen derjenigen erworben wird, die, ſo wie wir es noch ſind, ſterb⸗ lich waren, und eben ſo gut ihren Vergnuͤgungen nachgingen, als ſie noch im Leben waren, jetzt aber mit ihm ewig und ſelig geworden ſind. Dieſen, die als Verweſer aus Erfahrung von unſerer Hinfällig⸗ keit unterrichtet ſind, bringen wir ſelbſt dann unſere Bitten dar, die wir ſelbſt vielleicht nicht kuͤhn genug ſind, uͤber Dinge, die wir fuͤr uns zuträglich halten, einem ſolchen Richter vorzutragen. Und dann auch bemerken wir noch um ſo mehr in ihm, der ſo voll der liebreichſten Mildthaͤtigkeit gegen uns iſt, daß da wir mit der Schaͤrfe des ſterblichen Anges die Geheimniſſe des goͤttlichen Geiſtes auf irgend eine Weiſe nicht durchdringen koͤnnen, und es zuweilen ſich wohl gar zutraͤgt, daß wir, von einer Meinung getaͤuſcht, dieſen oder jenen zum Verweſer bei ſeiner Majeſtat machen, der durch eine ewige Verbannung davon verjagt iſt, er, dem nichts verborgen iſt, mehr auf die Reinheit des Bittenden ſehend, als auf ſeine Unwiſſenheit, oder auf die Verbannung des Gebetenen, nichts deſto weniger diejenigen doch er⸗ hoͤrt, die ihn bitten. Dieß kann deutlich aus der
Erſte Novelle.


