Teil eines Werkes 
1. Bdchn. (1827)
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Erſter Tag.

nuchterne und ehrbare Frauen. Dieſes fand die Ge⸗ ſellſchaft zu ihrem nicht kleinen Vergnuͤgen bei ihrer Ankunft, reingefegt, in den Kammern die Betten aufgemacht, alles voll Blumen, wie man ſie in der Jahreszeit haben konnte, und mit Kalmns ausge⸗ ſtreut. Nachdem ſie ſich gleich nach ihrer Ankunft nie⸗ dergeſetzt hatten, ſagte Dioneus, welcher vor allen andern ein frohlicher und witziger junger Mann war: Meine Damen, mehr Ihr Scharfſinn, als unſere Porſicht hat uns hierher gefuͤhrt. Ich weiß nicht, worauf Ihre Gedanken gehen, was wir hier machen ſollen; meine habe ich innerhalb der Thore der Stadt gelaſſen, als ich mit Ihnen, es iſt noch nicht lange her, hinausging; und darum entſchließen Sie ſich, entweder mit mir zu ſcherzen, zu lachen und zu ſingen,(verſteht ſich, ſo viel als es ſich mit Ihrer Würde vertragt), oder erlauben Sie mir, daß ich zu meinen Gedanken wieder zuruckkehre, und mich in der Stadt abqusle.

Hierauf antwortete Pampinea nicht anders, als wenn ſie alle truͤbe Gedanken von ſich gejagt haͤtte, frohlichen Muthes: Wohlſprochen, Dioneus, luſtig wollen wir leben, und kein anderer Grund, als die Traurigkeit, hat uns zum Fliehen gebracht. Aber weil alles, was kein Maß und Ziel hat, nicht lange dauern kann, ſo bin ich, als die Urheberin desjeni⸗ gen Geſpraͤchs, worauf ſich dieſe ſchoͤne Geſellſchaft gebildet hat, wenn wir unſere Frohlichkeit fortzu⸗ ſetzen gedenken, der Meinung, daß wir nothwendig