Teil eines Werkes 
1. Bdchn. (1827)
Einzelbild herunterladen

Einleitung.

entſchließen mochten, ihnen mit reinem, braͤderlichem Gemuͤthe Geſellſchaft zu leiſten.

Die jungen Maͤnner hielten dies anfaͤnglich fuͤr Spott; indeſſen da ſie ſahen, daß die Dame im Ernſt ſpräche, antworteten ſie freudig, ſie wären bereit. Und um der Sache keinen Aufſchub zu geben, ſelbſt wenn ſie auf der Stelle abreiſen wollten, brach⸗ ten ſie alles in Ordnung, was ſie zur Reiſe zu be⸗ ſorgen noͤthig hatten. kachdem ſie alles Nöthige zubereitet, und vorher dahin geſandt hatten, wohin ſie zu gehen beabſichtigten, verließen die Damen mit einigen ihrer Mädchen, und die drei jungen Männer mit ihren drei Bedienten, am folgenden Morgen, das iſt den Mittwoch, gegen Anbruch des Tages die Stadt, und machten ſich auf den Weg; ſie ent⸗ fernten ſich aber nicht weiter von derſelben, als nur wei kleine Meilen, wo ſie an den Ort hinkamen, den ſie zuerſt beſtimmt hatten.

Der gedachte Ort lag auf einem kleinen Ge⸗ birge, auf allen Seiten von unſern Straßen etwas entfernt, und gewaͤhrte durch die verſchiedenen Bau⸗ me und Geſtraͤuche, ganz mit gruͤnem Laube bedeckt, einen erfreulichen Anblick. Auf der Hoͤhe deſſelben lag ein kleines Schloß mit einem ſchoͤnen und gro⸗ ßen Pofe in der Mitte, mit Gallerien, mit Saͤlen, mit Zi von denen jedes fuͤr ſich ſchon, und durch heitere Gemaͤlde ſich auszeichnete und geſchmuͤckt war, ringsum mit Wieſen, kuͤhlen Springbrunnen und Gewölben voll koſtlicher Weine; was ſich zwar alles eher fuͤr neugierige Trinker ſchickte, als fuͤr