Erſter Tag.
will, daß irgend eine von ihnen uͤber das, was ſie nachher erzaͤhlen, oder was ſie in Zukunft mit anhoͤ⸗ ren werden, erroͤthen muͤßte, indem die Geſetze des Vergnuͤgens heut zu Tage etwas ſtrenger ſind, als damals, wo ſie aus den oben angegebenen Gruͤnden, nicht nur zu ihrer Zeit, ſondern auch noch fruͤher, viel milder waren. Auch will ich den Mißgunſtigen kei⸗ nen Stoff geben, welche gleich bereit ſind, jeden lo⸗ benswuͤrdigen Lebenslauf anzuzapfen, und bei jeder Handlung die Ehrbarkeit rechtlicher Frauen durch un⸗ ſchickliche Reden zu ſchmaͤlern. Und deshalb will ich, damit man ohne Verwirrung auffaſſen koͤnne, was Jede wohl ſage, ſie nachher bei Namen nennen, die den Eigenſchaften einer Jeden, entweder im Allge⸗ meinen, oder im Einzelnen, angemeſſen ſind. Die Erſte von ihnen, welche die Alteſte war, will ich Pampinea nennen, die zweite Fiammetta, Philomene die dritte, die vierte Emilia, und die fünfte will ich Lauretta, und die ſechſte Neiphile, und die letzte Eliſa, nicht ohne Grund nennen. Dieſe, durchaus von keinem Vorſatz angezogen⸗ ſondern ganz von un⸗ gefaͤhr, verſammelten ſich an irgend einer Stelle in der Kirche, und ſetzten ſich im Kreiſe nieder, unter⸗ ließen dann, nach vielen Seufzern, ihre Paternoſter herzubeten, und fingen an, uͤber die Zeitumſtaͤnde viel und mancherlei zu ſprechen. Nach einiger Zeit ſchwiegen die andern, und Pamyinea fing alſo zu re⸗ den an. Meine lieben Mädchen, ihr koͤnnt, eben ſo gut, wie ich, wohl oftmals gehoͤrt haben, daß es Keinem
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