Teil eines Werkes 
1. Bdchn. (1827)
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Einleitung⸗ 23

daher auf den Gottesäͤckern aller Kirchen, da Alles voll war, große Gruben, in welche man die neu Hin⸗ zukommenden zu Hunderten hinein warf. Und in die⸗ ſen aufgeſchichtet, wie man es mit Waaren in einem Schiffs⸗Raume zu machen pflegt, wurden ſie nur mit ein wenig Erde bedeckt, bis man in der Grube an den oberſten Rand gekommen war.

Doch um nicht jedem beſonderen umſtande unſe⸗ res durchlebten Elendes, das unſere Stadt betraf, aͤngſtlich nachzuſpuͤren, ſage ich nur noch, daß, wenn auch gleich in derſelben die feindſeligſte Zeit verlau⸗ fen iſt, dennoch die umliegende Gegend durchaus von nichts verſchont blieb, und daß(ar nicht einmal der Schlöſſer zu gedenken, mit denen es, trotz ihrer Klein⸗ heit, derſelbe Fall, wie mit den Städten war) in den zerſtreuten Villen und auf dem Lande die elen⸗ den und armen Landleute und ihre Familien, ohne irgend einen Beiſtand eines Arztes oder Huͤlfe eines Bedienten, auf den Wegen oder auf ihren Feldern oder in ihren Haͤuſern ohne Unterſchied, bei Tage oder bei Nacht, nicht wie Menſchen, ſondern wie Thiere hinſtarben. Daher waren auch ſie, eben ſo wie die Staͤdter, ausgelaſſen geworden, kuͤmmerten ſich weder um ihre Sachen, noch um ihre Geſchaͤfte; vielmehr erwarteten ſie faſt alle an dem Tage, bis zu welchem ſie ſahen, daß ſie gekommen waren, den Pod, und ſtrengten ſich aus allen Kraͤften an, nicht etwa den kuͤnftigen Erzeugniſſen ihres Viehſtandes⸗ ihrer Laͤnder und ihrer vorhergegangenen Bemuͤhun⸗ gen nachzuhelfen, ſondern alles nur zu verzehren⸗