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welche an den Armen und an den Schenkeln, oder auch an jedem andern Theile des Koͤrpers bei Vielen erſchienen, und zwar bei dieſem groß aber ſeltener, und bei jenem klein aber haͤufiger. Und ſo wie die Peſtbeule anfaͤnglich die ſicherſte Anzeige des Todes geweſen war, und auch noch war, ſo wurden es auch dieſe fuͤr Jeden, bei dem ſie ſich zeigten. Zur Heilung dieſer Krankheit ſchien nun weder der Rath eines Arztes, noch die Kraft irgend einer Me⸗ diein etwas zu vermoͤgen oder von Nutzen zu ſeyn; ja, entweder ertrug es die Natur des übels nicht, oder die Unwiſſenheit der Urzte(deren Anzahl, außer den wiſſenſchaftlich gebildeten, ſich ſowohl an Maͤn⸗ nern als Frauen, welche nimmermehr irgend einigen Unterricht in der Arzneiwiſſenſchaft gehabt hatten, unendlich vermehrt hatte) ſah nicht ein, woher ſie entſtanden war, und konnte folglich auch kein gehoͤ⸗ riges Mittel dagegen anwenden. Und daher genaſen nicht nur Wenige, ſondern beinahe Alle ſtarben inner⸗ halb drei Tagen nach Erſcheinung der gedachten Zei⸗ chen, der ſchneller, der ſpaͤter, und die meiſten ohne irgend ein Fieber oder einen andern Zufall. So hatte dieſe Peſt die groͤßte Gewalt erhalten, weil ſie ſich von den Kranken zu den Geſunden durch An⸗ ſteckung fortpflanzte, nicht anders, als wie das Feuer trockene oder oͤlichte Sachen ergreift, wenn ſie ihm nahe gebracht werden. Und was noch mehr ein Grund des übels ward, war, daß nicht allein das Reden und der Umgang mit den Kranken den Geſun⸗ den die Krankheit mittheilte, oder ein Grund zum
Einleitung.


