Einleitung 11
ihnen um ſo angenehmer wird, je beſchwerlicher das Steigen und Klettern war. Und ſo wie der Schmerz mit dem letzten Moment der Froͤhlichkeit anfaͤngt, ſo wird auch das hoͤchſte Elend von bald darauf fol⸗ gender Freude begraͤnzt. Auf dieſe kurze Unannehm⸗ lichkeit(ich ſage kurze, inſofern ſie in wenigen Worten enthalten iſt) wird unmittelbar Annehmlich⸗ keit und Vergnuͤgen erfolgen, ſo wie ich es zum Voraus verſprochen habe, und man es vielleicht von einem ſolchen Anfange nicht, wenn ich es nicht vor⸗ hergeſagt haͤtte, erwartet haben wuͤrde. Und in Wahrheit, haͤtte ich Euch ſchicklicher Weiſe auf einem andern Wege dahin, wo ich wuͤnſche, fuͤhren koͤnnen, als auf einem ſo rauhen Pfade, wie dieſer nun ein⸗ mal iſt, ſo haͤtte ich es gern gethan; aber mag auch der Grund, aus welchem das erfolgte, was Ihr her⸗ nach leſen werdet, ſeyn, welcher,er wolle, ſo konnte ich es Euch doch ohne jene Erinnerung nicht dar⸗ thun, und darum fuͤge ich mich gezwungen in die Nothwendigkeit, es zu ſchreiben. Und ſo ſage ich denn alſo:
Schon war die Zahl der Jahre ſeit der heil⸗ bringenden Menſchwerdung des Sohnes Gottes bis auf 1348 gekommen, als in die treffliche Stadt Flo⸗ renz, vor allen andern italieniſchen die ſchoͤnſte, die toͤdtliche Peſtilenz eingedrungen war, welche durch Einwirkung der oberen Maͤchte, oder wegen unſerer ruchloſen Handlungen, von Gott in ſeinem gerechten Zorn zu unſerer Beſſerung uͤber die Sterblichen ge⸗ ſandt, einige Jahre vorher in dem Hrient begonnen,


