Teil eines Werkes 
1. Bdchn. (1827)
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8 Vorrede.

Und wenn durch dieſe alsdann ein gewiſſer Truͤbſinn, durch einen feurigen Wunſch aufgeregt, ihren Geiſt überfaͤllt, ſo muß er zu ihrem groͤßten Kummer in ihm ausdauern, wenn er nicht durch neue Vernunft⸗ gruͤnde bekämpft wird, nicht zu gedenken, daß ſie weit weniger ſtark ſind zum Ertragen, als die Män⸗ ner; dies iſt aber mit verliebten Maͤnnern nicht der Fall, wie man das ſehr deutlich ſehen kann. Dieſe haben, wenn Truͤbſiun oder laſtige Gedanken ſie quälen, viel mehr Mittel und Wege, ſich jenen zu erleichtern oder dieſe zu vertreiben. Denn wenn ſie wollen, koͤnnen ſie herumgehen, vieles hoͤren und ſehen, Voͤgel fangen, jagen, fiſchen, reiten, ſpielen oder Handel treiben. Von allen dieſen vermag jedes das Gemuͤth ganz oder zum Theil an ſich zu ziehen, und es von laͤſtigen Gedanken abzubringen, wenig⸗ ſtens auf eine Zeit lang, wodurch alsdann auf eine oder die andere Art ein Troſt erſcheint, oder die Qual geringer wird. Damit alſo durch mich der Fehler des Geſchickes, welches hier in Austheilung der Kraft, wie wir es bei den zarten Frauen ſehen, hier mehr in Verleihung der Huͤlfe karg war, zum Theil verbeſſert werden moͤge, iſt es meine Abſicht, zur Huͤlfe und Unterſtuͤtzung derer, die da lieben, (denn den Andern genuͤgt Nadel, Spindel und Rocken) gewiſſe Novellen, oder Fabeln, oder Parabeln, oder Hiſtorien, wie man ſie nennen will, zu erzahlen, welche ſich eine anſtändige Geſellſchaft von ſieben Damen und drei jungen Maͤnnern, zur Zeit der toͤdt⸗ lichen Peſt erzahlt hat, und einige Kinder von den