Teil eines Werkes 
1. Bdchn. (1827)
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6 Vorrede. ließ, mir oftmals läſtiger ward, als es noͤthig gewe⸗ ſen waͤre. In dieſem Zuſtande gaben mir die freund⸗ lichen Reden eines Freundes, und ſeine lobenswuͤrdi⸗ gen Troͤſtungen ſolche Erquickung, da ich feſt uͤber⸗ zeugt bin, dieſe allein haben es dahin gebracht, daß ich nicht geſtorben bin. Aber weil es dem gefiel, der, da er ſelbſt unendlich iſt, das unwandelbare Geſetz gab, daß alles Irdiſche ein Ende haben ſollte, daß auch meine Liebe, gluͤhender als jede andere, und die keine Kraft der Vorſtellung, oder des guten Rathes, oder der augenſcheinlichen Schande oder Ge⸗ fahr, die mir daraus entſtehen koͤnnte, weder bre⸗ chen noch beugen gekonnt hatte, ſich im Verlauf der Zeit durch ſich ſelbſt ſo ſchwaͤchte, daß ſie mir jetzt in der Erinnerung nur das Vergnuͤgen zuruckgelaſſen hat, was ſie demjenigen zu gewahren pflegt, der es nie gewagt hat, ihre gefaͤhrlichſten Untiefen zu durch⸗ ſchiffen. Deshalb fuͤhle ich, daß, ſo kummervoll ſie auch fruͤher zu ſeyn pflegte, jetzt, da aller Schmerz verſchwunden, nur eine angenehme Ruͤckeriunerung von ihr zuruckgeblieben iſt. Indeſſen, wenn auch gleich die Qual ein Ende genommen hat, ſo iſt dar⸗ um doch nicht das Andenken an die empfangenen Wohlthaten, die mir von denen gereicht wurden, denen, wegen ihres mir geſchenkten Wohlwollens, meine Qualen ſelbſt druͤckend waren, entflohen, und wird, wie ich glaube, nur mit meinem Fode verlo⸗ ſchen. Und weil, nach meinem Dafuͤrhalten, Dank⸗ barkeit unter den andern Jugenden vorzuͤglich em⸗ pfohlen, und das Gegentheil getadelt werden muß,